Die Wohltätigkeitsstiftung „Gora Dobra UA“ ist eine ukrainische Non-Profit-Organisation, die humanitäre, soziale und medizinische Hilfe für bedürftige Menschen leistet.
Die Stiftung wurde im Januar 2023 in Lwiw, Ukraine, gegründet und ist gemeinnützig. Natürlich erfolgen ihre Aktivitäten im Einklang mit der ukrainischen Gesetzgebung.
Die Satzung der Stiftung ist offiziell registriert und definiert den Hauptzweck unserer Arbeit: die Unterstützung von Kindern, Familien und schutzbedürftigen Gruppen mit besonderem Fokus auf Gesundheit, Leben und Menschenwürde.
Im Jahr 2025 änderte die Stiftung ihren Namen von „Gora Dobra“ in „Gora Dobra UA“, um ihre ukrainische Identität, ihr organisatorisches Wachstum und ihre Offenheit für internationale Zusammenarbeit zu unterstreichen.
Ihre Mission und ihre Werte
Ihre Mission ist es, dort zu helfen, wo Hilfe am dringendsten benötigt wird, und Menschen guten Willens in der Ukraine und im Ausland zusammenzubringen.
Bei ihrer Arbeit lassen sie sich von folgenden Werten leiten:
• Menschlichkeit und Achtung des menschlichen Lebens
• Transparenz und Verantwortlichkeit
• Partnerschaft und gegenseitiges Vertrauen
• Nachhaltige Wirkung statt einmaliger Hilfe
Geschichte der Stiftung
Die Wohltätigkeitsstiftung „Gora Dobra UA“ entstand aus einer Freiwilligeninitiative, die in den ersten Tagen des russischen Einmarsches in die Ukraine im Jahr 2022 unter den harten Realitäten des Krieges ins Leben gerufen wurde. Schon vor der offiziellen Gründung der Stiftung engagierten sich die Gründer und späteren Teammitglieder aktiv ehrenamtlich und leisteten Hilfe für Menschen, die vor den Kampfhandlungen fliehen mussten. Zu den Schwerpunkten dieser frühen Arbeit gehörten:
• Unterstützung von Binnenvertriebenen und Familien mit Kindern
• Bereitstellung humanitärer Grundversorgung
• Schnelle Reaktion auf die dringenden Bedürfnisse der vom Krieg Betroffenen
Ein wichtiger Meilenstein dieser Zeit war die Organisation und Durchführung einer humanitären Mission in die Stadt Buka, die damals unter den Folgen der Besatzung litt. Diese Erfahrung wurde zu einem Wendepunkt für das Team und bestätigte die Notwendigkeit, von spontaner Hilfe zu einem systematischeren und langfristigeren Ansatz überzugehen.
Nach einem Jahr intensiver Freiwilligenarbeit schlossen sich Gleichgesinnte zusammen, um die Initiative zu unterstützen – Menschen mit gemeinsamen Werten, einem starken Verantwortungsbewusstsein und dem Wunsch, professionelle und transparente Hilfe zu leisten. Daraufhin wurde beschlossen, eine gemeinnützige Stiftung zu gründen, um den Tätigkeitsbereich zu erweitern, Partner zu gewinnen und strukturierte Projekte umzusetzen.
Seit der offiziellen Registrierung hat die Stiftung ihre Aktivitäten schrittweise ausgebaut. Wir kooperieren mit internationalen Partnern, gewinnen Freiwillige aus verschiedenen Ländern und haben uns von der Nothilfe hin zu spezialisierteren und langfristigen Programmen entwickelt, insbesondere in den Bereichen Kinderbetreuung und medizinische Versorgung.
Wie sich die Stiftung im Laufe der Zeit entwickelt hat
Seit ihrer Gründung hat die gemeinnützige Stiftung „Gora Dobra UA“ einen langen Weg zurückgelegt – von der Bearbeitung einzelner Hilfsanfragen vor Ort bis hin zur Umsetzung systematischer und langfristiger Projekte zur Unterstützung besonders schutzbedürftiger Bevölkerungsgruppen.

Ein Schwerpunkt ihrer Tätigkeit lag in der kontinuierlichen Unterstützung psychoneurologischer Einrichtungen in der Region Lwiw, deren Arbeitsbelastung durch die Umsiedlung von Menschen mit Behinderungen und besonderen Bedürfnissen aus der Ostukraine deutlich zugenommen hatte. Die Stiftung versorgte diese Einrichtungen mit wichtiger Ausrüstung und grundlegenden Bedarfsartikeln, darunter:
• Industriekochkessel und Küchengeräte;
• Betten, Möbel und Haushaltsgeräte;
• Haushaltschemikalien und Pflegeartikel.

Gleichzeitig unterstützte die Stiftung Pflegeheime und Senioreneinrichtungen mit medizinischen Geräten (EKG-Geräte, Sauerstoffkonzentratoren, Patientenlifter), Mobilitätshilfen (Rollstühle, Rollatoren, Krücken), Haushaltsgeräten und medizinischen Verbrauchsmaterialien. In einigen Einrichtungen richtete das Team der Stiftung zudem Ruhe- und Erholungsräume ein und verbesserte so die Lebensbedingungen und die Pflegequalität.
Humanitäre Einsätze in den südlichen und östlichen Regionen der Ukraine wurden zu einem weiteren wichtigen Bestandteil der Stiftungsarbeit. Das Team lieferte regelmäßig humanitäre Hilfe und lebensnotwendige Güter in besetzte Gemeinden und Dörfer an der Front und reagierte umgehend auf dringende Bedürfnisse in Krisenzeiten.

Die Stiftung unterstützte zudem systematisch Krankenhäuser in Iwano-Frankiwsk, Dnipro, Kiew und Lwiw und stellte medizinische Verbrauchsmaterialien und Ausrüstung bereit, die für den kontinuierlichen Betrieb während des Krieges notwendig waren.

Ein weiterer Arbeitsbereich ist die laufende Partnerschaft in Charkiw mit der Wohltätigkeitsstiftung „Zlahoda“, die ein Kinderhospiz und pflegebedürftige Menschen unterstützt. Mit Unterstützung von „Gora Dobra UA“ wurden ein Generator, eine Feldküche und Küchengeräte angeschafft, die es den Partnern ermöglichen, nach Beschuss in die Dörfer an der Front zu fahren und die betroffenen Bewohner mit warmen Mahlzeiten zu versorgen.

Die Stiftung leistet außerdem langfristige Unterstützung für das Bildungs- und Rehabilitationszentrum „Harmoniya“ für Kinder mit Behinderungen.
Die Hilfe umfasst Bildungs- und Entwicklungsmaterialien, Haushaltsgeräte, Hygieneartikel, Kleidung sowie die Organisation von Bildungs- und Freizeitaktivitäten für Kinder.

Ein weiteres kontinuierliches Projekt ist die Zusammenstellung von Rucksäcken für Sanitäter an der Front, die täglich ukrainischen Verteidigern das Leben retten.
Diese Initiative ist der Beitrag der Stiftung zum Schutz derer, die das Land verteidigen.

Ein ebenfalls wichtiger Schwerpunkt ist die langfristige Unterstützung von Kindern mit Behinderungen durch die Bereitstellung von Rehabilitationsgeräten (Stehhilfen, Rollstühle, Therapie-Kinderwagen, Gehhilfen), Spezialnahrung, Medikamenten, Hygieneartikeln, Beatmungsgeräten und notwendigen Verbrauchsmaterialien.
Ein besonderer Schwerpunkt der Stiftungsarbeit liegt auf der Unterstützung von Kindern mit Diabetes während des Krieges. Dieser Bereich zählt heute zu den Prioritäten der Stiftung und hat großes Potenzial, in Zusammenarbeit mit ausländischen Partnern zu einem eigenständigen, groß angelegten internationalen Projekt ausgebaut zu werden.
Einer dieser Partner ist das Aachener Netzwerk für humanitäre Hilfe und interkulturelle Friedensarbeit!