Vorstand

Helmut

Helmut Hardy, 1. Vorsitzender, ist 57 Jahre alt, verheiratet, Vater zweier erwach­sener Töchter, Opa und Gefühlt-Vater zweier erwachsener Syrer.
Er kam nach Aachen, um dort Mathematik zu studieren und wurde schnell in der Aachener Gruppe von Greenpeace aktiv, wo er seine Frau kennen­lernte. Nach dem Diplom arbeitete er lange Jahre in einem Aachener Softwarehaus, bevor er vor 12 Jahren zu einem kalifornischen Hardware-Hersteller wechselte.
1995 war er Mitgründer der belgischen Genossenschaft Energie 2030 und war dort vier Jahre lang ehrenamtlich Präsident und Geschäftsführer.
Seit 2000 läuft er Marathon, seit 2002 darüber hinaus gehende Distanzen und seit 2006 auch Mehrtagesläufe. Diese Erfahrung brachte er in die Vorbereitung und Durchführung des Flame for Peace-Laufs 2014 ein.
Sein Lauftreff integrierte ab Oktober 2015 Flüchtlinge aus Aachen-Forst in die abend­lichen Trainings­runden. Zwei davon zogen kurz danach in die mittlerweile frei gewordenen „Kinderzimmer“ ein. Dadurch ergaben sich neben dem gemeinsamen Sport zahlreiche weitere Aktivitäten wie sie viele Flüchtlings­helfer kennen: Hilfe beim Umgang mit Behörden, Deutschunterricht, gemeinsames Kochen, Diskussionen über kulturelle Unter­schiede, Wohnungssuche, Praktikum- und Jobvermittlungen usw.


Heinz Jussen, 2. Vorsitzender, ist Gründer des Aachener Netzwerks. Während des Balkankrieges lernte er in seiner Schule geflüchtete Kinder aus Bosnien kennen. Ihn ließ der Gedanke „helfen zu wollen“ nicht mehr los. Gemeinsam mit Gleichgesinnten gründete er das „Aachener Netzwerk für humanitäre Hilfe in Bosnien-Herzegowina und Kroatien e.V.“. In den Schulferien fuhr er mit dem ehemaligen Bundeswehrmajor Jochen Major und dem Bosnier Ismet Jakupovic in einem eigens für diese Hilfsaktionen angeschafften Lkw nach Bosnien-Herzegowina und brachte die zuvor gesammelten Hilfsgüter selbst dort hin. Man wollte sicher sein, dass die Güter auch wirklich bei den Bedürftigen ankommen.
1997 verlieh ihm der damalige Bundespräsident Roman Herzog für sein Engagement während des Krieges in Bosnien-Herzegowina das „Bundesverdienstkreuz am Bande“.


Snjezana Giana Haass, Kassenwartin, ist examinierte Krankenschwester, studierte Politikwissenschaftlerin, 43 Jahre alt, verheiratet und Mutter von 2 Kindern. Als 15-jährige kam sie Ende 1991 aus Jugoslawien nach Deutschland.
Dieser Aufenthalt sollte nur ein 2-wöchiger Besuch bei den Verwandten werden. Die instabile politische Situation und die bewaffneten Auseinandersetzung in ihrem Heimatland verzögerten die geplante Rückkehr nach Hause. Mit dem Kriegsbeginn in Bosnien im Frühjahr 1992 wurde sie in Deutschland zum anerkannten Kriegsflüchtling. Sechs Jahre später, Ende 1997 kehrte sie als 21-jährige zum ersten Mal wieder nach Hause zurück, in das zerbombte Elternhaus. Eine prägende Erfahrung für sie. Bis heute ist sie Ihrem Land sehr verbunden, aber Aachen ist seit 1996 ihre neue Heimat.
2009 lernt sie bei einer Veranstaltung in der City-Kirche und im Rahmen der Verleihung des „Aachener Friedenspreises 2009“ Heinz Jussen und das Aachener Netzwerk kennen. Damit beginnt ihr ehrenamtliches Engagement als Dolmetscherin und Mit-Organisatorin von fünf Bina Mira-Festivals wie auch dem erstem Flame for Peace-Friedenslauf. Zu ihren weiteren Aufgaben gehörte die Suche nach Spenden- und Fördergeldern, insbesondere in der Zeit von 2014 bis 2016 als zweite Vorsitzende des Vereins.


Der erweiterte Vorstand


Gerhard Gumprecht, Projektleiter Bina Mira, ist 32 Jahre alt und Erzieher. Er hat 2008 in Tuzla als ehemaliger Schüler und Mitglied des rohes-theaters die Anfänge von Bina Mira mitgestaltet.
Zum Aachener Netzwerk ist er durch die Vorbereitung des Bina Mira Treffens in Banja Luka 2016 gekommen. Seit 10 Jahren unterstützt er das rohes-Theater – mal auf der Bühne (Schauspieler), mal davor (in der Regie) und bei aktuellen Produktionen als Regie-Assistent.


Peter Hellmann ist Projektleiter Flame for Peace.


N. N., Projektleiter/in Humanitäre Hilfe/Flüchtlingsarbeit


Ehrenvorsitzender


Josef Steinbusch
war bis zu seinem Tod im Jahr 2015 Ehrenvorsitzender. Vom Bewährungshelfer beim Landgericht wandelte er sich zum zum Zauberclown Juppino und zum Zirkusdirektor des Aachener Kinderzirkus „Pinocchio“. Damit tratt er in den ehemaligen Kriegsgebieten Bosnien, Kroatien und Serbien, aber auch in St. Petersburg und Nordirland auf und zeigt auf seine Weise Kindern und Erwachsenen Wege zu friedlichem Miteinander. 2007 war er Träger des Aachener Friedenspreises.