Die Ausstellung

Menschenrechte an den Außengrenzen der Europäischen Union
Anspruch und Wirklichkeit

Das Aachener Netzwerk, eigentlich „Aachener Netzwerk für humanitäre Hilfe und interkulturelle Friedensarbeit e.V.“ wurde 1993 gegründet und hat damals Hilfstransporte nach Bosnien durchgeführt.
Damals ging es darum, der durch den Krieg leidende Zivilbevölkerung zu helfen. 2019 wurde diese „Tradition“ wieder aufgenommen – doch nun werden im wesentlichen Flüchtlinge unterstützt, die dort versuchen, in die Europäische Union zu gelangen. 2020 fanden drei weitere Hilfstransporte nach Bihać statt.
Durch die engen Kontakte zur dortigen Hilfsorganisation SOS Bihać hat das Aachener Netzwerk tiefe Einblicke in die Geschehnisse dort bekommen. Flüchtlinge, die dort die Grenze zur EU überqueren, erhalten keine Möglichkeit, einen Asylantrag zu stellen. Statt dessen werden sie illegal über die Grenze zurück gebracht – sogenannte Pushbacks. Diese sind sehr häufig verbunden mit körperlicher Misshandlung und dem „Verlust“ von Geld, Smartphone, Schlafsäcken und sogar Schuhen.

Die Ausstellung macht deutlich, dass diese Vorgehen keine Einzelfälle sind, sondern überall dort passieren, wo man „etwas genauer hinschaut“: In Griechenland, im Mittelmeer, in Marokko, in Bosnien und sogar in Frankreich.